Der tragische Unfall an einem unbeschrankten Bahnübergang im baden-württembergischen Leingarten hat bundesweit Bestürzung ausgelöst. Für die CDU Senne ist dieser Vorfall Anlass, erneut auf die seit Jahren bekannte Situation am Bahnübergang Fechterweg hinzuweisen.

Vor Ort haben sich Ratsmitglied Carla Steinkröger und der Vorsitzende der CDU Senne, Philip Thelemann, ein Bild von der aktuellen Lage gemacht. Dabei wurde deutlich: Der Bahnübergang ist weiterhin lediglich durch Andreaskreuze gesichert. Eine Lichtsignalanlage oder Halbschranken fehlen – obwohl eine technische Sicherung seit Jahren geplant ist.

Wichtige Verbindung für Familien und Erholungssuchende

Der Fechterweg verbindet das neue Wohngebiet mit den Wegen in die Natur sowie einem nahegelegenen Spielplatz. Die Querung wird täglich von Spaziergängern, Radfahrern und insbesondere Familien mit Kindern genutzt.

Gleichzeitig fahren auf der Strecke die Züge der NordWestBahn. Aus Sicherheitsgründen müssen sie den Bereich derzeit langsam passieren und den Bahnübergang zusätzlich mit einem Pfeifsignal ankündigen. Die ursprünglich vorgesehene Modernisierung wurde jedoch erneut verschoben. Nach aktuellem Stand soll der Umbau erst nach 2031 erfolgen.

Sicherheit darf nicht aufgeschoben werden

„Der Unfall in Leingarten zeigt, wie wichtig sichere Bahnübergänge sind. Die Situationen sind zwar nicht unmittelbar vergleichbar, dennoch erinnert uns dieser tragische Vorfall daran, bekannte Gefahrenstellen frühzeitig zu entschärfen. Wir dürfen nicht erst handeln, wenn etwas passiert ist“, erklärt Philip Thelemann.

Auch Carla Steinkröger sieht dringenden Handlungsbedarf:

„Mit dem neuen Wohngebiet wird der Bahnübergang künftig noch stärker von Familien, Kindern und Radfahrern genutzt. Es ist schwer nachvollziehbar, dass eine bereits geplante Sicherungsmaßnahme nochmals um Jahre verschoben wird.“

CDU Senne fordert erneute Prüfung

Die CDU Senne fordert die Deutsche Bahn und die zuständigen Stellen auf, die Planungen erneut zu überprüfen und Möglichkeiten zu schaffen, den Ausbau deutlich früher umzusetzen.

„Verkehrssicherheit ist keine Frage des Verkehrsaufkommens, sondern des Schutzes von Menschen. Gerade dort, wo täglich Familien und Kinder Gleise überqueren, muss die Infrastruktur mit der Entwicklung des Wohngebietes Schritt halten. Der Fechterweg ist seit Jahren als Problem bekannt – jetzt braucht es endlich eine Lösung“, sind sich Carla Steinkröger und Philip Thelemann einig.


Das Foto zeigt den Ortstermin von Carla Steinkröger und Philip Thelemann am Bahnübergang Fechterweg.
Das Video verdeutlicht zusätzlich die Situation vor Ort und die unmittelbare Nähe der querenden Fußgänger und Radfahrer zum Bahnverkehr.

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